09.09.2010 22:53 Uhr

03.11.2009 | TU Dresden

Helmholtz Graduiertenschule kooperiert mit sechs Partneruniversitäten

Die “Helmholtz Graduate School for Environmental Research” (HIGRADE) geht nun in die zweite Phase. Die über sechs Jahre vom Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft geförderte Graduiertenschule hat sich ein hohes Ziel gesetzt: sie kooperiert mit sechs Partneruniversitäten, um die Vernetzung zwischen außeruniversitärer Forschung und den Universitäten aus Mitteldeutschland weiter auszubauen und eine strukturierte Weiterbildung für Doktoranden am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zu gewährleisten. Inzwischen sind fast 200 Doktoranden in das Programm eingebunden, 57 Prozent sind weiblich und 33 Prozent kommen aus dem Ausland. Vier Stipendiaten kommen von der Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften der TU Dresden, vier weitere werden in den nächsten Tagen in das Programm aufgenommen.

Mit den universitären Partnern der TU Dresden, der Universitäten in Leipzig, Halle-Wittenberg, Freiberg, Jena und Kassel gibt es in der ersten Förderphase 18 gemeinsam betreute HIGRADE-Stipendiaten, die an den Universitäten angebunden sind. Die breit angelegte Kooperation spiegelt das stark interdisziplinäre Konzept von HIGRADE wider, in dem die Breite der Umweltwissenschaften von Natur- über Ingenieurs- bis hin zu Sozialwissenschaften abgedeckt wird. In der zweiten Förderphase werden nun gemeinsam weitere Stipendienthemen ausgeschrieben, um die Vernetzung kontinuierlich zu steigern. “In der zweiten Auswahlrunde hat sich gezeigt, dass das Vernetzungspotenzial mit den sechs Partneruniversitäten enorm gewachsen ist – das ist die Idee von HIGRADE”, betont der Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Olaf Kolditz: “Die Anzahl der verfügbaren Stipendien reicht leider bei weitem nicht aus, um die Vielzahl der hervorragenden gemeinsamen Projektideen umsetzen zu können”. Im Vorlauf zur Ausschreibung waren Wissenschaftler der Partneruniversitäten und UFZler aufgefordert, ein Exposé für eine gemeinsam betreute Doktorarbeit einzureichen.
Das Ausbildungsprogramm beinhaltet vier Module: Fachliche Vertiefung, Interdisziplinäre Aspekte, Praxisanwendung und “Soft Skills”. In den ersten zwei Jahren wurden bereits 33 Fachkurse mit Lehrbeteiligung aller beteiligter Institutionen angeboten; 19 “Soft-Skill”-Kurse und zusätzliche Statistikkurse bereicherten das Angebot. Insgesamt waren mehr als 100 Dozenten für HIGRADE im Einsatz. Die Doktoranden können so aus einer breiten Palette auswählen, um die erforderlichen Kreditpunkte zu sammeln. Am Ende sind mindestens 12 Punkte aus den vier Ausbildungsmodulen notwendig, um das HIGRADE-Zertifikat zu erhalten. Die Einbeziehung des PEER-Netzwerks, ein Zusammenschluss aus sieben großen europäischen Umweltforschungszentren, erleichtert den Doktoranden den Zugang zu international führenden Wissenschaftlerteams und Forschungsaufenthalten im Ausland. Die Doktoranden – zunächst skeptisch wegen der “Mehrarbeit” für ihren Promotionen – sind mittlerweile begeistert: “HIGRADE ist eine fantastische Initiative, da es den Doktoranden durch Organisation von Kursen und Finanzierung von Reisen die Möglichkeit eröffnet, ihre wissenschaftliche Karriere über das eigene Fachgebiet hinaus zu erweitern”, sagt Alvine L. Meyabeme Elono aus Kamerun. (TU Dresden)

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